Markier-Marathon

In ihren Worten

“Für jeden Laser werden die Prozessparameter vor dem Kauf in Applikationsversuchen optimiert. Coherents Expertise ist dabei entscheidend für den Erfolg.”

—Klaus Huber, MSM Huber.

 

25.000 Teilnehmer zählt der Berlin Marathon 2021. Über 4.000 davon lassen sich direkt nach dem Lauf Name und persönliche Laufzeit auf ihre Medaille gravieren. Nicht weit vom Ziel steht Klaus Huber mit seinem Team in einem großen Zelt und sorgt dafür, dass die Medaillen mit einer Reihe von Coherent-Lasern markiert werden. Zwei Sekunden dauert eine Markierung, so kann das Team deutlich über 1.000 Medaillen pro Stunde bearbeiten. Die Teilnehmer geben ihre Medaille ab, laufen auf die andere Seite des Zeltes und bekommen ihre ganz persönliche Erinnerung in die Hand. Die Markierung ist makellos, der Ablauf erprobt. Dahinter steht ein gutes Team, jahrelange Erfahrung und solide Technik.

Gute Vorbereitung ist alles

Am Sonntag um 8:30 Uhr, nicht weit vom Berliner Reichstag steht Klaus Huber vor dem langen weißen Zelt mit den acht Markierstationen. An seiner Lederhose ist er leicht als echter Bayer zu erkennen. Klaus ist ruhig und fokussiert. Er kennt seine Kunden genau: „Der Athlet kommt hierher mit seiner Medaille, die darf nicht vertauscht werden. Und keiner will nach dem Marathon lange warten.“ Also hat er alles perfekt eingerichtet. Die Vorbereitung startet immer einen Monat vorher: Zelt, Tische, Bänke, Strom- und Datenverbindung, alles muss stimmen. Das Team dazu hat er sich bei der Hertha BSC Fanbetreuung ausgeborgt. Alles Leute, die gute Nerven haben und mit Sportlern umgehen können.

Am Tag vor dem Marathon wird aufgebaut. Acht Markierer werden im Zelt gleich neben den Transportkisten installiert. Am wichtigsten ist die Datenverbindung. Die Daten der Läufer werden in Echtzeit von den Computern der Zeitnehmer übertragen und jede Markierstation hat Zugriff darauf. Die Läufer bekommen am Zieleinlauf alle eine Medaille. Die, die eine Markierung wünschen, geben an der Markierstation ihre Startnummer an und bekommen ihre Medaille graviert zurück.

“Wenn der Startschuss fällt, möchte ich fertig sein."

 

marking-marathon-figure-1.jpg

Die Läuferinnen und Läufer kommen am Zelt an. Sie geben ihre Medaille ab, der Operator gibt ihre Startnummer ein und schiebt die Medaille in den Markierer.

Angefangen hat Klaus Huber, der selbst Leistungsschwimmer war, vor 20 Jahren bei einem Schwimmwettkampf in München. Da waren damals schon über 6.500 Medaillen zu personalisieren. Gekauft hat er dann einen Markierer von Rofin, damals noch ein schweres Gerät mit Wasserkühlung. Bald übernahm er auch Marathonläufe, heute betreut Klaus Huber mit seinem Team etwa 200 Veranstaltungen in ganz Europa pro Jahr.

Über die Jahre hat er regelmäßig seinen Maschinenpark erneuert. Bei der Marke ist er geblieben, auch wenn aus Rofin inzwischen Coherent geworden ist. Heute benutzt er luftgekühlte Festkörper- und Faserlaser aus den PowerLine F und PowerLine Prime Serien. Beim Berlin-Marathon waren davon 8 Stück im Einsatz.

Der Startschuss fällt und alles läuft

Die Läufer starten ab 9:00 Uhr in mehreren Gruppen. Der Sieger kommt kurz nach 11 Uhr in das Ziel. Damit beginnt die Arbeit an den Markierstationen. Klaus empfängt die erschöpften, aber glücklichen Läufer vor dem Zelt und weist ihnen einen freien Stand zu. Dort geben sie ihre Medaille ab, ihre Nummer wird erfasst und sie gehen langsam um das Zelt. Auf der anderen Seite wird ihr Name aufgerufen und sie bekommen ihre Medaille zurück. Auf dem blanken Metall stehen jetzt gut lesbar der Name, die Startnummer und die Laufzeit – ein Andenken für den Rest des Lebens. „Der Athlet geht glücklich vom Hof, ich bin der letzte Kontakt, den er hier hat“ beschreibt Klaus den Abschied.

Klaus ist dabei vollkommen ruhig. Bei seinem Marathon kommt es darauf an, gleichmäßig durchzuziehen und auch bei Problemen schnell und besonnen Lösungen zu finden. So wie bei dem Anruf aus Italien. Dort betreut Klaus‘ Frau mit einem Team den Lauf in Jesolo. Es gibt ein Problem mit dem Laser. Klaus übergibt das Telefon an Simon, einen IT-Experten, den er aus München mitgebracht hat. Nach zehn Minuten ist alles geklärt – & ein Browserupdate hat die Software blockiert. „Es sind oft ganz einfache Sachen“ kommentiert Klaus. „Bei einem neuen Laser haben wir es auch schon erlebt, dass der Bediener das System nicht starten konnte. Nach ein paar Minuten wussten wir dann, dass er den Schlüsselschalter vergessen hatte.“ Am Ende muss der Laser laufen. Darauf kommt es an.

marking-marathon-figure-2.jpg

Präzise markieren – unter allen Umständen

Das Markieren von Medaillen ist nur eine von vielen Applikationen für die Markierer von Coherent. Sie sind Teil eines Baukastensystems, in dem Strahlquelle und Scanner mit weiteren Komponenten wie einem Kamerasystem genau auf die Anforderungen des Nutzers angepasst werden können.

Viele Systeme werden in die Halbleiterindustrie verkauft, wo hohe Standzeiten entscheidend sind. Oder sie gehen in die Medizintechnik. Dort werden beispielsweise Insulinspritzen mit dem Laser markiert. Ähnlich wie bei den Medaillen ist die Hauptforderung dort, dass die Markierung schön aussieht. Bei anderen Produkten wie Implantaten zum Beispiel, sind die Anforderungen eher technischer Natur. Dort müssen hochwertige Materialien wie Titan bearbeitet werden. Und es dürfen sich natürlich keine Partikel von der Markierung lösen.

Die Anforderungen an die Markierer sind meist speziell, dank des Baukastensystems können alle Parameter optimiert werden, so dass auch anspruchsvolle Nutzer am Ende ein zuverlässiges System erhalten.

Service ist Pflicht

Klaus Huber macht vor jedem Neukauf eine Reihe von Applikationsversuchen. Er hat sich dafür besonders schwierige Medaillen-Rohlinge besorgt. Die Prozessparameter werden so lange variiert, bis die Qualität der Markierung passt. Und natürlich muss die Geschwindigkeit stimmen. „Erst wenn alles läuft, wird gekauft“ sagt Klaus Huber.

Innovation interessiert ihn immer. Der Übergang zu luftgekühlten Systemen, zum Beispiel, hat ihm nicht nur den Transport vereinfacht. Einmal war ihm über Nacht ein wassergekühlter Laser eingefroren und geplatzt. Der Service-Mitarbeiter war nach wenigen Stunden vor Ort und hat das System repariert. Gut, wenn man sich darauf verlassen kann.

PowerLine F

Die Coherent PowerLine F-Serie bietet flexible Lasermarkierer, die mit Faserlasern einer Leistung von 19 bis 95 W ausgestattet werden können. Sie sind für Anwendungen gedacht, die Markierungen mit hervorragender Lesbarkeit und hohem Produktionsdurchsatz erfordern.

Nach dem Wettkampf ist vor dem Wettkampf

Es wird Abend in Berlin. Auch die letzten Läufer haben sich ihre Medaille markieren lassen. Sie sind genauso glücklich wie die ersten, denn sie haben ihr Ziel erreicht. Sie sind Finisher, haben ihren Marathon absolviert.

Auch für Klaus Huber geht der Marathon zu Ende. 4.000 Medaillen sind markiert, ohne Corona wären es noch erheblich mehr gewesen. Es gab einige Sonderfälle, aber am Ende konnten alle ohne großen Aufenthalt gelöst werden.

Für Klaus ist nach dem Wettkampf vor dem Wettkampf. Die Laser werden sorgfältig in die Transportkisten verpackt. Bei aller Vorsicht: Das Einpacken und die Erschütterungen beim Transport müssen die Markierer aushalten. Sie müssen am nächsten Wochenende beim nächsten Wettkampf funktionieren. 30 Minuten rechnet Klaus für jedes System zum Auspacken und Einrichten. Dann muss der Laser laufen.

Fazit

Markieren ist eine der häufigsten Anwendungen der Lasertechnik. Bei einem engen Kostenrahmen müssen die Geräte zuverlässig und präzise arbeiten – oft auch unter harschen Bedingungen. Klaus Huber markiert seit 20 Jahren Medaillen. Er nutzt dafür mehrere verschiedene Systeme von Coherent, insgesamt besitzt er 19 Geräte. Schnelligkeit, Zuverlässigkeit und Flexibilität sind die Gründe, warum er bei 200 Veranstaltungen im Jahr den Auftrag für das Medaillen-Markieren bekommt. Und das sind auch die Gründe, warum er dafür Coherent Markierer einsetzt.

Klicken Sie hier, um mit einem unserer Experten zu sprechen

marking-marathon-cover.jpg

Anforderungen beim Medaillenmarkieren

Robustheit: Die Systeme für die Medaillenmarkierungen werden jedes Wochenende an einem neuen Ort aufgestellt. Sie müssen bei unterschiedlichem Klima einwandfrei funktionieren. Auch nur eine Unterbrechung von einer Stunde würde zu erheblichen Staus bei den Läufern führen und ist daher nicht akzeptabel.

Flexibilität: Unterschiedliche Materialien sind genauso häufig wie unterschiedliche Geometrien. Entscheidend ist deshalb neben der Robustheit auch die Flexibilität der Systeme.

Geschwindigkeit: Bei der Markierung von mehreren Tausend Medaillen in möglichst kurzer Zeit ist die Geschwindigkeit des Systems von großer Bedeutung. 2-3 Sekunden pro Markierung, maximal 1 Minute darf der Vorgang von Annahme bis Abgabe der Medaille dauern. Neben der Scannergeschwindigkeit zählt da auch eine einfache Bedienerführung durch die Software.

Präzision: Für die Sportler ist die Medaille eine Erinnerung für das ganze Leben. Dementsprechend darf die Schrift nicht verwischt oder verwackelt sein. Sie muss klar und deutlich auf verschiedenen Materialien sichtbar sein.

Kosten: Anschaffungskosten wie auch Betriebskosten sind bei Markierern kritische Faktoren. Trotz der hohen Anforderungen muss die Standzeit mehrere Jahre betragen, damit sich die Investition rechnet.

Bereit, eine Erfolgsgeschichte zu werden?

Unser Team ist bereit zu helfen.